Als Sakrament bezeichnet man im Christentum einen Ritus, der als sichtbares Zeichen beziehungsweise als sichtbare Handlung eine unsichtbare Wirklichkeit Gottes vergegenwärtigt und an ihr teilhaben lässt.

Eine Zeichnung einer Kindertaufe, bei der der Täufling vom Priester mit Weihwasser übergossen wird. Dazu der Schriftzug "Gott spricht: 'Du bist mein geliebtes Kind'".
Bild: factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Taufe

Damit die Tauffeier gut geplant werden kann, wird im Vorfeld ein Taufgespräch mit dem jeweiligen Priester/Diakon geführt. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Kontakt mit dem verantwortlichen Pfarramt aufzunehmen.

Das Taufsakrament wird durch einen Priester oder durch einen Diakon gespendet. Dadurch wird ein Mensch in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen. Bei der Taufe wird der Kopf des Täuflings dreimal vorsichtig mit Weihwasser übergossen und die Taufformel: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ gesprochen. Der Taufpate bzw. die Taufpatin steht hierbei dem Täufling zur Seite, um diesen im weiteren Leben – im Glauben bekräftigend – zur Seite zu stehen. (Oftmals gibt es auch zwei Taufpaten.)

Einige Symbole, welche bei der Taufe benötigt werden, sind:

- Weihwasser
- Chrisamöl
- weißes Taufkleid
- Taufkerze

Die Taufe findet dann im Rahmen eines Gottesdienstes im entsprechenden Kirchort am vereinbarten Termin statt.

Vier Kinder halten ihre Hände für den Empfang der ersten Kommunion auf. Im Hintergrund Kelch und Hostienschale.
Bild: Sarah Frank | factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Eucharistie (Erstkommunion)

Voraussetzung für den Empfang der ersten heiligen Kommunion ist das Erreichen des 7. Lebensjahrs bzw. der 3. Klasse. Eine weitere Voraussetzung ist die Taufe des Kindes. Alle empfangsberechtigten Kinder werden von der Pfarrei im entsprechenden Jahr kontaktiert.

Im Vorbereitungskurs auf die Erstkommunion erfahren die Kinder Wissensgrundlagen über den eigenen Glauben, Jesus Christus und den Gottesdienst. Dadurch können sie ihre Kirche mit neuen Augen entdecken.

Die Feier der ersten heiligen Kommunion findet nach dem Vorbereitungskurs zentral in einem festgelegten Kirchort der Pfarrei statt.

Kinder fliegen in einem Heißluftballon und werfen Sandsäcke ab.
Bild: Sarah Frank | factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Bußsakrament (Beichte)

 

Für das Sakrament der Sündenvergebung und Versöhnung mit Gott verwendet man verschiedene Begriffe: Beichte, Bußsakrament, Sakrament der Versöhnung. Gemeint ist mit unterschiedlicher Akzentuierung dasselbe. „Beichte“ akzentuiert das Bekenntnis der Sünden, „Buße“ das Thema der Wiedergutmachung und der Übernahme der Verantwortung, „Versöhnung“ die Überzeugung, dass Gott auch den Sündern annimmt und seine Sünden richtet, d.h. in Ordnung bringt und vergibt.
Beichte und Buße klingen zunächst unangenehm, muss sich der Mensch doch seinen eigenen Sünden stellen und für seine Schuld Verantwortung übernehmen. Das Bußsakrament ist aber gerade das Zeichen dafür, dass Gott sich auch dem schuldig gewordenen Menschen nicht entzieht, sondern seine Vergebung anbietet.

Durch diese Vergebung, die der Beichtende durch den Priester von Gott selbst empfängt, wird der Einzelne mit Gott versöhnt, aber auch mit seinen Mitmenschen, mit der Kirche und der ganzen Schöpfung; d.h. ihm wird zugesagt und erfahrbar gemacht, dass von Gott her seine Sünde und Schuld beseitigt sind. Die Situation der Taufe ist wiederhergestellt. So wird die Gotteskindschaft jedes Getauften in der Beichte erneuert und gefestigt.

Beichtmöglichkeit besteht in den Kirchorten sowohl bei heimischen Priestern als auch bei Gast-Beichtvätern. Die Beichttermine werden per Vermeldung vorab angekündigt.

Eine Jugendliche bekommt zur Firmung vom Bischof die Hand aufgelegt. Hinter ihr steht ihre Patin und bekräftigt sie symbolisch an der Schulter.
Bild: Sarah Frank | factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Firmung

Voraussetzung für den Empfang der Firmung ist das Erreichen der 8. Klasse und der frühere Empfang der Erstkommunion. Für die Teilnahme am Firmkurs ist eine vorige Anmeldung im Pfarrbüro erforderlich. Aus organisatorischen Gründen wird die Firmung jedoch nur alle zwei Jahre gespendet.

Im Moment der Firmung werden jugendliche Menschen zu Katholiken mit allen Rechten und Pflichten, denn sie bestätigen eigenständig das Taufversprechen, welches ihre Eltern und Paten (bei der Kindertaufe) für sie abgegeben haben. Während des Vorbereitungskurses, den sogenannten Firmkatechesen, wird den Jugendlichen ein neuer Blick auf den eigenen Glauben und die Kirche ermöglicht. Dabei wird die Lebenswelt der Jugendlichen mit in die verschiedenen Einheiten einbezogen. Bei der Firmung steht jedem Firmling ein Pate zur Seite, welchen er sich selber wählen kann. Der Pate muss selbst bereits die Firmung empfangen haben und soll dem Firmling in seinem christlichen Leben als Ansprechpartner zur Seite stehen.

Das Sakrament der Firmung wird während eines feierlichen zentralen Gottesdienstes in einem der Kirchorte durch den jeweiligen Bischof oder Weihbischof des Bistums gespendet.

Die beiden Brautleute reichen einander die rechte Hand und der Priester wickelt zur Bestätigung beide Hände in seine Stola ein.
Bild: Birgit Seuffert | factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Ehe

Für eine stressfreie Planung ist es notwendig, mindestens 9 Monate vor dem geplanten Termin Kontakt zum Pfarrbüro aufzunehmen. Voraussetzung für die Eheschließung ist, dass beide Partner getauft sind, deshalb müssen die Taufzeugnisse/-bescheinigungen beider Ehepartner (auch als Ledigkeitsbeweis) vorliegen. Diese Zeugnisse können von den Pfarrämtern ausgestellt werden, die für die Taufen zuständig waren, und dürfen nicht älter als ein halbes Jahr sein.

Das Sakrament der Ehe zwischen zwei (getauften) Menschen ist ein besonders tiefes Sakrament. Daher gibt es verschiedene Ehevorbereitungskurse, in denen sich die Partner auf die Eheschließung vorbereiten können. Die Kirche an sich hat ein besonders hohes und positives Bild von der Ehe. Aus diesem Grund gibt es ein paar wesentliche Aspekte, mit denen man sich auseinandersetzen sollte. Beispielsweise gilt: Die Einzigartigkeit und Unauflöslichkeit der Ehe, das Eintreten für das Wohl des Partners bzw. der Partnerin und die Offenheit für Kinder.

Während der Eheschließung stehen dem Paar (selbstgewählte) Trauzeugen zur Seite. Diese sollen die Eheleute in ihrem Alltag begleiten und auch in schweren Momenten unterstützen. Somit ist die Wahl der jeweiligen Trauzeugen nicht ganz unwesentlich.

Sollte es sich um eine konfessionsverschiedene Eheschließung handeln, so ist es notwendig, sich die Zustimmung von Seiten der Kirche einzuholen. Mit einer bewussten Auseinandersetzung soll verhindert werden, dass sich unterschiedliche Glaubensüberzeugungen auf die Beziehung zu einander und den eigenen Glauben auswirken.
Sonderfälle nehmen hierbei die Religionsverschiedenheit und die Heirat mit einem geschiedenen Partner ein. Hierbei sollte sich das Paar umgehend mit dem jeweiligen Priester in Verbindung setzen.

Die Eheschließung findet im Rahmen eines individuellen Gottesdienstes statt. Für die inhaltliche Gestaltung ist eine Rücksprache mit dem Priester empfohlen und für die räumliche Gestaltung eine Absprache mit dem vor Ort zuständigen Küster. Des Weiteren sollte eine Absprache mit dem Fotografen getroffen werden und dabei die Örtlichkeiten bedacht werden (z.B. kein zu hoher Blumenschmuck, der Personen verdecken könnte).

Eine Person bekommt zur Krankensalbung ein Kreuz auf die Hand gezeichnet.
Bild: Birgit Seuffert | factum.adp In: Pfarrbriefservice.de

Krankensalbung

Im Fall längerer Krankheit oder etwa vor einem Krankenhausaufenthalt, vielleicht sogar vor einer Operation, kann es helfen noch einmal ein gutes Wort und einen Zuspruch zu bekommen. Das Wissen, dass man durch die Krankensalbung gestärkt werden soll, kann helfen gewisse Momente ertragbarer zu machen.

Die Krankensalbung hat nichts mit „Sterbesakrament“ oder auch „letzte Ölung“ zu tun, wie immer noch fälschlich angenommen wird. Es ist eine Hilfe zum Leben. Gott will uns äußerlich, aber vor allem innerlich stärken und die Kraft schenken, dass was auf uns zukommt, auch wirklich zu tragen ist.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie den Empfang der Krankensalbung wünschen. Einmal pro Jahr besteht die Möglichkeit, die Krankensalbung im Anschluss an den Gottesdienst zu empfangen. Dieser Termin wird als Vermeldung im Vorfeld angekündigt.